download pdf Nicht denken ist auch keine Lösung: Wie Sie gute Entscheidungen treffen (GU Mind & Soul Einzeltitel) – Collateralloan.co

Irgendwann muss sich jeder entscheiden Kndigen oder bleiben Aufgeben oder durchhalten Trennung oder Neuanfang Vom Banalsten bis zum Wichtigsten die Frage, was man tun soll, holt einen immer wieder ein, und ist selten leicht zu beantworten Verschiedene Stimmen konkurrieren miteinander, die Intuition bleibt aus, Argumente und Gegenargumente halten sich im schlimmsten Fall die Waage Genau hier setzt Christoph Quarchs philosophischer Entscheidungshelfer an Unterhaltsam, informativ und praktisch identifiziert er die Faktoren, die bei der Entscheidungsfindung eine Rolle Verlsslichkeit und Motivationskraft spielen und zeigt Wege, wie wir diese Faktoren gewichten und bercksichtigten knnen Aus den Erkenntnissen aus Neuropsychologie und Philosophie entsteht ein spielerischer Zugang, bei dem der Leserimmer wieder vor neue Entscheidungssituationen gestellt wird und die Faktoren durchspielen kann Am Ende wird er ber ein umfassendes Arsenal an Entscheidungsfaktoren verfgen und eigene Entscheidungen sicher und mit gutem Gefhl treffen knnen Wenn man es recht bedenkt, stehen t glich vielfache Entscheidungen an Jeder Handgriff, so automatisiert er auch ablaufen mag, dr ckt eine dieser Entscheidungen aus Nun ist es beim Menschen gut eingerichtet, dass die Vielzahl der allt glichen Handlungen, Erledigungen, Badezimmerbesuche, K hlschrank ffnungen und dutzende Dinge mehr automatisiert ablaufen und keine bewussten oder gar ausf hrlichen Entscheidungsvorg nge in der Regel bed rfen.Daneben aber, und das ebenfalls gar nicht so selten, sind bewusste Entscheidungen zu treffen Vielfach in kleineren Dingen, nicht selten in mittelschweren Angelegenheiten und durchaus, hier und da, auch an Punkten, bei denen Entscheidungen berufliche und private eine gro e Tragweite haben und sp rbare Folgen nach sich ziehen.Im Gegensatz zu vielfachen anderen Ratgebern, die nicht selten eher Schlagworte vermitteln und weitgehend versuchen, nur und rein praktische Methoden zu Entscheidungsfindungen dem Leser an die Hand zu geben, geht Christoph Quarch einen etwas anstrengenderen, andersartigen Weg In flottem, gut verst ndlichem Stil f hrt er den Leser anhand der Philosophie zun chst ein eine klare Begriffskl rung des Wortes Entscheidung heran, sodann an die Grundlagen f r Entscheidungen , die philosophisch relevant schon seit hunderten von Jahren Thema der Philosophie sind und schafft dann einen gelingenden bergang in die praktische Nutzung und Anwendung philosophischer Erkenntnisse f r die eigenen, ganz praktischen Entscheidungen, die anstehen m gen.Auf das diese, im Sinne eines guten Lebens dann als gute Entscheidungen gef hlt und umgesetzt werden k nnen Weil nichts guten Entscheidungen so sehr im Wege steht, wie falsche und irrige Ideen davon, was eigentlich eine Entscheidung ist, warum man Entscheidungen treffen sollte, woran man dabei Ma nehmen sollte, wer oder was dabei in uns entscheidend ist.Eine Aufgabenstellung, die Quarch sich gibt und die er berzeugend im Buch erf llt Sehr verst ndlich und aufeinander aufbauend, so dass der Leser nach der Lekt re die eigenen Entscheidungsprozesse wesentlich reflektierter anzugehen versteht, als vor der Lekt re.Dabei sind die Themen des Buches nicht rein trocken und nur intellektuell ausgerichtet Gerade der Intuition, dem Entscheiden aus dem Herzen in Form von Eingebungen, Emotionen, der Stimme des Gewissens und vielem mehr widmet Quarch ein beachtenswertes Kapitel und f hrt auch die Hineinnahem entwicklungsansto ender Impulse einem Ruf folgen ebenso, wie Dinge auch geschehen lassen k nnen und anderes nahtlos mit in das Themenfeld ein.Im Gesamten eine gut lesbare Lekt re mit Tiefe, die an die Wurzeln dessen geht, wo und wie eine Person Entscheidungen trifft und die Augen f r die vielfachen Impulse, Intuitionen und sachlichen berlegungen ffnet, die zu berzeugenden Entscheidungsfindungen wichtig sind. Immer diese Entscheidungen W rde ich aus einem Buch mit rund 200 Seiten und der kleinen Silhouette einer Denkerfigur auf dem Cover etwas Neues ber Entscheidungsprozesse erfahren k nnen Um in meiner pers nlichen Frage vorw rts zu kommen, warum Menschen Rat suchen und wie der Wert von Ratschl gen einzusch tzen ist, habe ich das Zeitkapital daf r gern investiert.Als Philosoph definiert Christoph Quarch zun chst den Begriff Entscheidung, warum wir Entscheidungen f llen m ssen, hnlich wie einen Baum, oder sie treffen und festhalten, damit sie nicht an uns vorbei rauschen Er verdeutlicht die privilegierte Stellung der Menschen, die ber die Freiheit und den Mut verf gen, um sich zu entscheiden Um Entscheidungen zu treffen, sind zun chst Wertma st be n tig, auch Empathie und Takt Meine Eingangsfrage nach dem Wert von Ratschl gen kleidet Quarch in ein Kost m aus dem antiken Griechenland und fragt nach dem Orakel, das uns Orientierung geben k nnte Warum einige Menschen trotz allgemeiner berforderung in einer berflussgesellschaft genau zu wissen scheinen, was sie wollen, andere dagegen nicht, f hrt ihn zu der Frage Wer bin ich und was will ich Indem der Autor an zahlreichen Beispielen den Unterschied zwischen Kopf und Bauch, Geist und Seele, rational und irrational herausarbeitet, vermittelt Quarch im Grunde Schl sselqualifikationen f r Entscheider Es geht hier nicht um Pro und Kontra Listen, sondern z B um existenzielle Fragen der Partnerbeziehung oder der beruflichen Zukunft.Im etwas umfangreicheren zweiten Teil des Buches geht es um Entscheidungshelfer, Methoden oder Werkzeuge, die Entscheidungsprozesse unterst tzen k nnten Quarchs fiktive Probanden beantworten ihre Fragen, indem sie den Kopf frei bekommen, auf k rperliche Signale h ren, ihr Taktgef hl zu Worte kommen lassen, anderen zuh ren oder vor einem entscheidenden Auftritt daf r proben Auch Ratschl ge vertrauter Personen werden als Werkzeug genannt, so dass ich tats chlich den Bogen zur Gewichtung von Ratschl gen schlagen konnte.Christoph Quarchs Text wirkt humorvoll und mit leichter Hand niedergeschrieben, dazu tr gt auch ein f r das Auge angenehmes Seitenlayout bei Erstaunlich, welch ermunternde Wirkung allein durch einen kleinen Absatz in kontrastierender Schrifttype ausgel st werden kann.K nnen Sie pers nlich vom philosophischen Ansatz des Autors und von den Denkern der Antike lernen Das h ngt davon ab, ob Sie sich auf das Menschenbild der Antike einlassen m chten der Mensch als Gemeinschaftswesen im Gegensatz zum vereinzelten Konsumenten der Gegenwart und den umfassenderen Bildungsbegriff die Soft Skills jener Zeit Die n tige Achtsamkeit k nnen die Denker der Antike sicherlich vermitteln, um f r den eigenen moralischen Kompass zwischen den Kategorien menschliche Verbundenheit einerseits und Moral und Gesetz andererseits zu unterscheiden lernen.